Berlin, Ende der 1920er-Jahre: Als der schillernde Tänzer und Galerist Otto Wacker der ambitionierten Kunsthändlerin Grete Ring mehrere bislang unbekannte Gemälde Vincent van Goghs aus einer angeblichen Privatsammlung anbietet, erkennt sie sofort das Potenzial dieses Fundes. Für die renommierte Kunsthandlung Paul Cassirer, deren Mitinhaberin sie ist, könnten die Werke Ruhm, Ansehen und wirtschaftlichen Erfolg bedeuten.
Grete Ring, eine der ersten promovierten Kunsthistorikerinnen Deutschlands, hat sich ihren Platz in der von Männern dominierten Kunstwelt hart erkämpft. Doch kurz vor der Ausstellungseröffnung kommen erste Zweifel an der Echtheit der Bilder auf. Pinselstriche, Pigmente und Provenienzen – Grete Ring beginnt zu recherchieren und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten.
Unterstützt von ihrem Onkel, dem Maler Max Liebermann, gerät sie in den wohl spektakulärsten Kunstskandal der Weimarer Republik. Zwischen Loyalität, der Liebe zur Kunst und wachsendem Misstrauen wird sie in einen Strudel aus Intrigen gezogen, in dem der Kunsthandel zum Schauplatz von Täuschung und Verrat wird.
Inspiriert vom historischen „Fall Wacker“ erzählt Nicole Bröhan einen packenden Roman über die Macht der Kunst, den Mut zur Wahrheit und den Konflikt zwischen Loyalität und Gewissen.
